Donnerstag, den 29. September 2011 um 17:21 Uhr

Die Mallorca Zeitung hat den Halt der MS Deutschland im Hafen von Palma genutzt, um ein Interview mit Jennifer Rush zu führen. Dieses möchte ich euch nicht vorenthalten. Mit freundlicher Genehmigung von der Mallorca Zeitung, Foto & Interview: Arwen Möller.
Comeback auf dem Traumschiff
Die Sängerin Jennifer Rush machte mit der „MS Deutschland“ in Palma Station
Manch einen begleiten das „Traumschiff“ und Jennifer Rush schon seit sie Fernsehen und Pop-Musik hören. Die TV-Serien, die auf der „MS Deutschland“ spielt, läuft seit 30 Jahren im ZDF. Die Sängerin Jennifer Rush hat in den 80er Jahren mit Songs wie „Power of Love“ Musikgeschichte geschrieben. Nun
ist sie Stargast auf dem einzigen Kreuzfahrtschiff, das unter deutscher Flagge fährt. Am vergangenen Sonntag, einem sonnigen Tag mit dem schicksalhaften Datum des 11. Septembers, machte die „MS Deutschland“ auf der Fahrt von Ibiza nach Civitavecchia Halt in Palmas Hafen. Die MZ nutzte die Gelegenheit, Jennifer Rush einen Bordbesuch abzustatten.
„Das Schiff ist traumhaft“, lachte Jennifer Rush an diesem Sonnentag, den sie mit ihrem Team, Manager, Stylist und Keyboarder auf dem rustikalen Deck des „Alten Fritz“ im Schatten genoss. Sonst ist das Schiffsambiente elegant gehalten, im Art-Deco-Stil. 290 Mann und Frau Besatzung sorgen sich auf acht Decks um 440 Passagiere. „Komischerweise sind die Fans an Bord respektvoller“, meint Rush. Wohl, weil man auf der „MS Deutschland“ an ein gewisses Maß an Prominenz gewöhnt ist. Sogar Michail Gorbatschow oder Königin Silvia von Schweden waren schon zu Gast.
Auch auf dieser Fahrt dreht das ZDF eine weitere Folge des „Traumschiffs“. Jennifer Rush tritt als Stargast an Bord zwei Mal auf, singt Hits wie „25 Lovers“, „Power of Love“, neuere Balladen und den deutschsprachigen Titelsong zum Disney-Film „Pocahontas“. Dafür ist sie aus ihrer Geburtsstadt New York über Frankfurt nach Ibiza einge ogen. Zu Hause in New York hat sie noch die Vorbereitungen für die Gedenkfeier zum zehnten Jahrestag der Attentate vom 11. September und den Besuch von Präsident Barak Obama mitbekommen.
„Ich bin froh, dass ich heute hier und nicht dort bin“, sagt die 50-Jährige. Damals, 2001, war Jennifer Rush mit ihrer Tochter Ariel in New York und musste sich an jenem Morgen überlegen, wann und wie sie in dem Chaos ihre Tochter von der Schule abholte. Sie nahm dann einfach einen überfüllten Bus, um das verstörte Kind zu holen. Von der Terrasse ihrer Wohnung aus sahen die beiden tagelang den Rauch, nur drei Meilen entfernt. „Ich glaube, die Attentate haben die Stadt und das Land zusammenrücken lassen, die Leute sind netter geworden“, überlegt Rush. Ihr fällt auf: „Meine Tochter Ariel war damals genauso alt wie ich, als wir mit der Familie nach Deutschland zogen.“
Jennifer Rush heißt mit bürgerlichem Namen Heidi Stern. Als sie acht Jahre alt war, zogen die Eltern mit ihr und ihren beiden älteren Brüder aus der US-Metropole in die deutsche Provinz nach Flensburg. „Es war schwierig“, erinnert sie sich. Als junge Frau wollte sie zunächst nur komponieren, aber ihr Vater, selbst Opernsänger, überzeugte sie davon, auch zu singen. Noch als Heidi Stern verschickte sie Demos. Weil ihr bürgerlicher Name dem Label zu deutsch war, dachte sie sich Anfang der 80er Jahre den Namen „Samantha Rush“ aus. Das war besser, aber das „th“ störte immer noch. Und so fragte sie die Label-Sekretärinnen, welcher Vornamen ihnen gefalle. „Jennifer“ war die Antwort. So wurde sie Jennifer Rush. Dann, mit Künstlernamen, aber immer noch am Anfang ihrer Karriere arbeitet sie parallel weiter als Sekretärin einer US-amerikanischen Militärbasis in München. Ihre Kollegen wussten nichts von ihrem Doppelleben. Doch dann hatte Rush einen TV-Auftritt. Ein Kollege sah sie. Bald wusste davon die ganze Militärbasis. „Da war es Zeit, zu gehen“, sagt sie. Das Tippen als Sekretärin war eh nicht mehr nötig: Ihre Singles und Alben sollten ihr in den Folgejahren 50 Goldene Schallplatten, Platin- Alben und sogar einen Eintrag im Guiness Buch der Rekorde bringen.
Bereits 1985, als 25-Jährige, konnte sich Rush in Manhattan ihre erste eigene Wohnung kaufen; 1993 wurde in New York ihre Tochter Ariel geboren. 1995 spielte sie noch die deutsche Version des „Pokahontas“ Titelsong ein. Doch an die ganz großen Erfolge der 80er Jahre konnte sie nicht mehr anknüpfen. Rush sieht das Musikgeschäft realistisch: „In den USA kam meine Musik beispielsweise nie so richtig an.“ Es sollte über zehn Jahre dauern, bis 2010 ihr Comeback-Album „Now Is The Hour“ herauskam. „Man denkt immer an ein neues Album“, sagt Rush zu ihren weiteren Plänen. Auch an einem Akustik-Programm arbeitet sie. Doch zunächst einmal standen die Auftritte auf der „MS Deutschland“ an. Die Schuhe mit seefesten Absätzen hatte sich Jennifer Rush dafür extra eingepackt.

Lieber Alex
Endlich mal wieder ein paar News von Miss Rush!Ich glaube, da können wir uns auf ein Akustikalbum freuen.Zumindest in ferner Zukunft.Was man so zwischen den Zeilen lesen kann macht Lust auf mehr.Tolle Bilder!Wenn man überlegt das NITH bald auch schon wieder 2 Jahre her ist.Ich fände ja mal wieder ein geiles Duett cool.Vielleicht mal mit nem deutschen Künstler wie Roger Cicero oder international mit Thake That.
Ich habe vor eine Woche George Michael live gesehen. Der Typ hat ein wunderschönes kraftvolles Stimme, die perfekt wäre für ein Duett. Seit Jahren habe ich darüber gedacht. Vielleicht eines Tages... Er arbeitet in einen Tanz Album und es wäre eine gute Idee sie beide auf Duett hören.
Jenny, Du siehst wunderhübsch aus!!! Ich freue mich, daß Dir das Schiff gefallen hat, und hoffe, Du hattest eine wunderschöne Reise. Ich sage Dir ganz lieben Dank für Dein schönes Interview und wünsche Dir für Deine weiteren Karrierepläne von ganzem Herzen viel Glück und viel Erfolg. Ich hab Dich lieb, Jenny! Danke, daß es Dich gibt!!!
Ich umarme Dich. Gott schütze Dich.
Deine Katja


