Montag, den 27. Juni 2011 um 04:02 Uhr Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 29. Juni 2011 um 15:47 Uhr

Sie kam, sie sang und sie siegte. Müsste man den Auftritt von Jennifer Rush beim Berliner Rundfunk Open Air 2011 in einen kurzen Satz packen, würde dieser womöglich so ausfallen. Am Samstag kamen 15.000 17.000 Menschen, um dieses alljähliche Spektakel mitzuerleben. Natürlich war Jennifer Rush nicht die einzige Künstlerin des Events aber im nachhinein doch der einzige wirkliche Star. Als ich wenige Augenblicke vor Jennifers Auftritt um 22 Uhr die riesige Arena betrat, der Moderator die New Yorkerin ankündigte und zigtausend Menschen dieses laut jubelnd begrüßten, war mir irgendwie klar, dass dieser Auftritt magisch werden würde.

Es erklang das dramatische Intro zu "I Come Undone", die Bühne war zunächst ganz abgedunkelt, nur vereinzelt warfen die Spots blaues Licht, Nebelschwaden stiegen empor - bis dann die Drums loslegten und die Mengen zu toben anfingen. Augenblicke später betraten die vier Backgroundsänger/innen die Bühne und erst kurz vor ihrem Einsatz kam sie dann raus: the one and only Jennifer Rush. Im Zuschauerraum flackerte ein Lichtermeer von gefühlten zig Millionen blauen Leuchtkerzen, die der ohnehin schon atemberaubenden Kulisse einen besonderen Zauber bescherten. Ein unglaublicher, fast unrealer Augenblick, der einem Konzert von Madonna oder Lady GaGa in nichts nachstand.



Da war sie nun, im Fokus des Geschehens. In einer schwarzen, mit Glitzerschnallen ausgestatteten Jacke, einem Silbermini und darunter einer aufwändig gearbeiteteten, feinen schwarzen Häkelhose mit Schlag, schwarzen Highheels und offenen, leicht gelockten Haaren sah Jenny optisch umwerfend aus. Es passte einfach alles: die gigantische Bühne mit einem ca. 20 Meter langen Laufsteg direkt ins Publikum hinein, ein sehr guter Sound und die unverwechselbare Stimme von Jennifer Rush. Nach dem Opener gab es eine große Überraschung: als zweites Lied kam "The Power Of Love", welches eigentlich immer zu den Zugaben in den Sets von Jennifer zählt. Ich muss zugeben, das war eine sehr gute Wahl, denn so hat sie gleich mit dem zweiten Song das Publikum zum dahinschmelzen gebracht. Um mich herum sah ich viele Pärchen, die engumschlungen diesem Meilenstein der Popgeschichte lauschten. Ein sehr schöner Augenblick. Weiter ging es mit "25 Lovers", "Ring Of Ice" und "Eyes Of A Woman". Dann kam das nächste Highlight: zum ersten mal an diesem Abend nutzte Jennifer den oben erwähnten Laufsteg, indem sie diesen bis zum äußersten Punkt entlangging, wo bereits der obligatorische Hocker auf sie wartete. Die Zeit war reif für eine der schönsten Balladen von Jennifer Rush: "Still". Der Rest der Bühne war abgedunkelt, ein einziger weißer Spot erhellte Jennifer Rush, die nun fast mitten im Publikum, quasi zum Anfassen nah aber in vieler Hinsicht unerreicht, die Piano-only-Nummer sang. Und wie so oft bei diesem Lied hatte man das Gefühl, dass Jennifer es nicht nur gesungen, sondern gelebt hat. Gänsehaut pur, tosender Applaus.

Jennifer verließ den Laufsteg und ging wieder zurück auf die Bühne, scherzte, dass sie Sängerin und nicht Heidi Klum sei und machte mit "Tears In The Rain" weiter. Doch zunächst entledigte sich Jennifer ihrer schwarzen Jacke, der silberne Mini entpuppte sich als ein hautenger, sexy Einteiler, was besonders bei den männlichen Zuschauern für Begeisterung sorgte und lautstark begrüßt wurde. Einer Frau im näheren Umkreis blieb nichts anderes übrig, als ihren Mann grinsend die Augen zuzuhalten. Einfach klasse. Es folgten "Destiny" und "Ave Maria". Beide ernteten tosenden Applaus und es wurde mitgesungen, getanzt und geklatscht. Das Publikum war wirklich super drauf und hatte sichtlich großen Spaß an Jennifer Rush. Die 45 Minuten vergingen wie im Fluge, es folgte leider schon die letzte Nummer. Drei mal dürft ihr raten. Natürlich, der Klassiker "Great Balls Of Fire" in einer Super-Extended-Version mit mehreren Soloparts der einzelnen Bandmitglieder. So lieferten sich der Saxophonist und Gitarrist auf dem Laufsteg ein Intrumentalduell bis Jennifer irgendwann mal scherzte und sagte: "Ich will jetzt auch mal wieder singen!". Jennifer Rush und ihre Band haben wortwörtlich die Stimmung zum kochen gebracht - 17.000 Menschen feierten die letzte Nummer in völliger Ekstase. Nach dem allerletzten Ton riefen tausende nach einer Zugabe, der strikte Zeitplan ließ dieses jedoch leider nicht zu - wobei anzumerken ist, dass die letzten beiden Lieder eigentlich die Zugaben waren, die jedoch aus Zeitmangel ohne Unerbrechung rangehängt wurden. Direkt im Anschluß startete das große Feuerwerk. Was für ein grandioses Finale!
Stimmen & Meinungen
Hier einige Auszüge von Kommentaren einiger Konzertbesucher, die man im Internet finden kann:
Sagitta: "Das OpenAir 2011 mit dem anschließenden Feuerwerk war spitzenmäßig. Wir danken Euch dafür. Das größte und schönste Erlebnis war für uns jedoch, Jennifer Rush hören zu dürfen. Einmalig, die Künstlerin, eine Wahnsinnsstimme. Super, großartig!"
Andreas: "...Zuletzt kam J. Rush. Sie nutzte ihre Zeit perfekt, sang viele ihrer größten Hits und kam Bombe an! Sie schaffte, was ihre Vorgänger nicht schafften..."
Maria: "Es war wunderschön. Ich habe vor Freude geweint."




















Hi Alex,
Fantastic!!! Was eine gewaltige Auftritt von Jenny.Leider konnte ich nicht dabei sein,aber Du hast das Konzert zu gut beschrieben und solche super fotos gemacht das ich wirklich gemeint habe:ich bin dabei gewesen und das hat mich sehr froh gemacht.
Hoffentlich gibt es bald neue Konzerten von Jenny!!
Alex,sehr vielen Dank fur die super Berichten,wir Rushies konnen nicht ohne Dich!!!
Während ich den ausführlichen Konzertbericht las und die schönen Bilder von Jenny anschaute, hatte auch ich die ganze Zeit das Gefühl, ich hätte Jennys Konzert selbst erlebt. War das schön!!! Ich war glücklich und gerührt zugleich. Und wenn sich andere Künstler noch so große Mühe geben: Solch eine zauberhafte Atmosphäre gelingt nur Jenny! Und Jenny sah so wunderhübsch aus. Man kann diese wunderbare Sängerin nur von ganzem Herzen loben. Sie hat es so sehr verdient.
Liebe Jenny
Vielen vielen Dank für dieses wunderschöne Konzert!!! Das hast Du ganz ganz toll gemacht. Du bist eine ganz besondere Künstlerin und ein großes Geschenk für Deine Fans. Danke, daß es Dich gibt!!! Bitte, bleib noch lange bei uns. Es ist so schön, wenn Du da bist. Ich hab Dich sehr lieb, Jenny, und ich bin sehr stolz auf Dich.
Ich umarme Dich. Gott schütze Dich.
Alles Liebe
Deine Katja
Wow ich wäre gern dabei gewesen. Es muss einfach nur atemberaubend schön gewesen sein.
Jennifer ist eine grandiose Künstlerin.
Aber es stellt sich bei all dem schönen die Frage:WOllte Jennifer nicht auf Deutschlandtour gehen dieses Jahr?
Wann kommt sie in die anderen Städte Deutschlands zB. Aachen Köln....
Ich hoffe bald.
Lg Vanessa
P.S.: Ich freu mich schon auf das Video Alex.
Gibt es schon Neuigkeiten, wann Jennifer Rush mal wieder auf Tour geht? Viele Grüße, Enno von http://www.ticket-deals.de
Immer noch eine grandiose Stimme, sehr beeindruckend. Ist für 2012 oder 2013 wieder ein Jennifer Rush Konzert in Deutschland geplant? Wir würden auf http://www.eventspion.de/ gerne darüber berichten und die Veranstaltung vorab mit entsprechender Promotion unterstützen.


